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Pfalz-Magazin Winter 52-2019

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Winterausgabe des Pfalz-Magazins. Geschenke, Weihnacht, Kulinarik und Wein.

Foto oben:

Foto oben: Panorama-Restaurant auf der AMADEUS Quenn Foto links: AMADEUS-Club Fotos: AMADEU, Franz Zwickl Ein Strom und drei Länder die Donaureise geht weiter Teil 2: Reisebericht von Christa Lantz E rinnern Sie sich? In der letzten Ausgabe des „Pfalz magazins“ haben wir unsere Leser dazu eingeladen, uns auf einer Donaureise zu begleiten, dem Kreuzfahrt-Klassiker sozusagen. Ich habe Ihnen von unserem hervorragenden Koch vorgeschwärmt, dessen Willkommens-Dinner beispielsweise aus einem Lachs-Trio als Vorspeise, Trüffelhähnchen im Blätterteig und einem Schokolade Pot de Creme bestehen könnte (mit Alternativen, natürlich). Dazu einen grünen Veltliner oder roten Zweigelt – na, Appetit bekommen? Dann genießen Sie Ihren ersten Abend an Bord, und von den vielen Kalorien können Sie anschließend in der Panorama Lounge, wo Kati und Dodi musikalisch für gute Stimmung sorgen, gleich wieder einige „abtanzen“. Hauptsache Sie sind am nächsten Morgen fit für den ersten Ausflug, zum Kloster Melk, eines der schönsten Barockensembles ganz Europas (unbedingt besichtigen!). Bei der anschließenden Weinverkostung – wir befinden uns schließlich in der Wachau – fehlt eigentlich nur noch Hans Moser mit seinen unverwechselbaren Kommentaren, um den Genuss perfekt zu machen. Selbst als Pfälzer und bekennender Riesling-Trinker muss man zugeben: die von der Donau reflektierten Sonnenstrahlen schimmern in jedem Glas! 70

Am nächsten Morgen erwartet uns Wien, eine von diesen Städten, in der man bei jedem Besuch wieder etwas Neues entdeckt. Vom Stephansdom bis zum Naschmarkt, vom Prater bis zum Schloss Schönbrunn, von den Schauplätzen zum „Dritten Mann“ bis zur Sacher-Torte in der Hofburg und letztendlich der Kapuzinergruft: die Freude am Leben und zugleich das Wissen um seine Endlichkeit liegen hier ganz dicht beieinander. „Carpe Diem“ – nutze den Tag, lautete schon die Empfehlung der alten Römer, und das beherzigen die Amadeus-Gäste auch gleich am 4. Reisetag wieder: auf nach Budapest! Die Stadt auf dem hügeligen Buda und dem flachen Pest, mit der berühmten Fischerbastei, ihrer nicht weniger bekannten Markthalle, der riesigen Basilika ist mehr als nur eine Reise wert. Die unsere wird an diesem Abend leider überschattet von einem Schiffsunglück, das sich weniger Tage zuvor hier ereignet hat. Alfonso Escobar, Amadeus Marketing- und Vertriebsmanager, versteht die Sorgen seiner Gäste: „Die Gefahr geht viel mehr von den kleinen, den Ausflugsschiffen aus, als von den großen, den Kreuzfahrern“. Ein Schiff wie die Queen verfügt über modernste Technik, Überwachungs-Geräte und qualifiziertes Personal, das auf jeden eventuellen Notfall vorbereitet ist. „Wir sind schon seit vielen Jahren regelmäßig auf Flusskreuzfahrten unterwegs“, erzählt mir ein Mitglied des „Amadeus Cruiser Clubs“, „und haben noch nie eine Gefahrensituation erlebt“. Dafür umso mehr von den Ländern an der Donau, dem Rhein, der Rhone und anderen Flüssen entdeckt. Übrigens: es lohnt sich Club-Mitglied zu werden. Aber noch steht Ungarn auf dem Programm: am Abend mit einer Folklore-Show, die musikalisch wie tänzerisch deutlich über dem Niveau liegt, das man außerhalb einer Theaterbühne erwarten würde. erleben nach einer (leider viel zu kurzen!) Planfahrt, was die ungarischen Steppenreiter so zu bieten haben. Als ich meiner Nachbarin erkläre, dass ich jetzt auch noch eines der Pferde für meinen Artikel interviewen werden, guckt sie zwar ein bisschen befremdet, aber der Vierbeiner und ich verstehen uns auf Anhieb: er spielt mit den Ohren, schnobert freundlich und gibt deutlich zu erkennen, dass er von seinen Reitern gut behandelt wird. Und genau das wollte ich schließlich wissen… Viel zu schnell neigt sich unsere Reise dem Ende zu. Bratislava und Linz stehen noch für die unermüdlichen Fans von Städtetouren auf dem Programm, und zumindest letztere sollte man nicht verpassen. Hier gibt es den angeblich ältesten Kuchen der Welt, die Linzer Torte, die in den Cafés (oder Hofkonditoreien!) übrigens ganz anders schmeckt als die bei uns eher langweiligen Varianten. Statt mir am Vortag Bratislava anzusehen, habe ich lieber unserem exzellenten Schiffskoch auf die Finger geschaut bei der Zubereitung eines Apfelstrudels. Und der kriegt ihn wirklich hin, mit einem so dünnen Teig, dass man dadurch „Zeitung lesen“ kann. Am vorletzten Reisetag bittet unser netter Kapitän zum Gala-Dinner, und spätestens, wenn das Licht gelöscht wird und die Crew mit Kerzen bestückte Leckereien hereinträgt, dazu im Hintergrund Falco seinen Amadeus rockt, ist uns allen noch mal nach „Traumschiff“ zu Mute. Beim etwas wehmütigen Abschied in Passau sind wir uns einig (auch die Dame, die nach der ersten Nacht am liebsten wieder ausgestiegen wäre): im nächsten Jahr gehen wir wieder auf Kreuzfahrt! CL Was fällt Ihnen sonst noch zum Thema Ungarn ein? Gulasch natürlich (eigentlich eine Suppe, gulyas genannt) und die Puszta mit ihren Pferden. Auch die Amadeus-Gäste machen einen Abstecher und (Weitere Informationen: www.amadeus-flusskreuzfahrten.de) Foto: Mike Wilson Foto: Blick auf Budapest 71