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pfalz-magazin Winter 2020

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Im pfalz-magazin alles erfahren, was im Winter möglich ist, wenn es ums Genießen und Entspannen geht!

Glühwein Foto: Pixabay

Glühwein Foto: Pixabay Es wird wieder sehr zeitig dunkel und auch kälter. Leider fallen viele Weihnachtsmärkte aus, wo wir mit Freunden gemütlich am Stand einen Glühwein trinken konnten. Warum ihn nicht einfach zuhause selber machen und abends gemütlich auf dem Sofa genießen. S chon in der antiken römischen Küche wurden Honig und Gewürze in Wein eingekocht. Der Name dieses historischen Getränks ist das Conditum Paradoxum. Im Mittelalter war auch der Hypocras, ein kalt getrunkener Gewürzwein, sehr beliebt. Die ersten Rezeptaufzeichnungen stammen aus dem Jahr 1845 und man kann nachlesen, wie zu dieser Zeit ein Glühwein zubereitet wurde: Pro Kanne (knapp ein Liter) vier Loth (ein Loth entspricht knapp 16 Gramm) Zimt, zwei Loth Ingwer, ein Loth Anis, ein Loth Granatapfel, ein Loth Muskatnüsse, ein Loth Kardamom sowie ein Gran (heute rund 60 Milligramm) Safran, gesüßt mit Zucker oder Honig. Den in Flaschen abgefüllten Glühwein, wie man ihn heute kennt, verdanken wir dem experimentierfreudigen Weinkellerer Rudolf Kunzmann. Das damalige Weinrecht verbot, dem Wein Zucker hinzuzufügen. Er widersetzte sich aber dem Weinrecht und verkaufte im Jahr 1956 den in Flaschen abgefüllten Glühwein. Aufgrund eines Bußgeldbescheids der Stadt Augsburg kann dies gut belegt werden. Später wurde das Weinrecht geändert und somit war die Herstellung und der Verkauf von Glühwein legal. Industriell produzierter Glühwein wird häufig aus Massenweinen niederer Qualität hergestellt und dann sehr stark gesüßt, um den Gütemangel des verwendeten Weins zu kaschieren. Dieser Glühwein wird häufig in großen Flaschen oder Getränkekartons billig angeboten. Der Mindestalkoholgehalt des im Einzelhandel erhältlichen Glühweins ist gesetzlich auf 7% Vol. festgelegt. Bessere Qualitäten werden, aufbauend auf körperreichen Weinen, als „Winzerglühwein“ verkauft. Je nach Region werden unterschiedliche Weine verwendet. In Deutschland wird im Allgemeinen Rotwein gewählt, im nördlichen Italien oft Weißwein, in Österreich kommt beides vor. Aus Hessen und Unterfranken kommt eine Spielart, die mit Apfelwein hergestellt wird. In Nürnberg wird ebenfalls ein Glühwein aus Weißwein produziert, der in Franken weit verbreitet ist. 66

Damit ein Glühwein Winzerglühwein genannt werden darf, muss dieser aus den Trauben des Winzers gewonnen werden, die er aus seinen Rebflächen erntet. Außerdem muss der Winzer den Glühwein in seinem Betrieb selber herstellen. Bei den branntweinhaltigen Varianten mit Rum, Weinbrand oder Likören, wie Amaretto, handelt es sich genau genommen nicht um Glühwein, sondern um Punsch. Laut Verbraucherschutz ist das Erzeugnis Glühwein als aromatisiertes Getränk definiert, welches ausschließlich aus Rotwein oder Weißwein hergestellt und hauptsächlich mit Zimt und/oder Gewürznelken gewürzt wird. Der Zusatz von Wasser ist sogar verboten. Bei dem auf Weihnachtsmärkten oftmals angebotenen „Kinderglühwein“ handelt es sich nicht um Wein, sondern um erhitzten aromatisierten, und teilweise zusätzlich gesüßten Fruchtsaft. Ein Rezeptvorschlag zum selber machen: 1 l Rotwein, trocken, (Merlot, Dornfelder, Spätburgunder) 50 ml Rum 2 Orangen, in Scheiben geschnitten 7 Nelken 2 Stangen Zimt 1 Sternanis 50 g brauner Zucker Den Rotwein, die Gewürze und die Orangenscheiben in einen Topf geben und bei niedriger Stufe erhitzen, jedoch nicht kochen lassen! Dann den Rum und den Zucker hinzugeben und nochmals kurz erhitzen, den Glühwein abseihen und warm servieren. Als Deko kann man noch eine Orangenscheibe dazugeben. Oft wird auch eine Kardamomkapsel mit verwendet, dann am besten nur ganze, noch nicht aufgebrochene, grüne Kapseln, aber äußerst sparsam. RS Neu:Sportzahnmedizin „Fit beginnt im Mund“ Unsere Leistungen umfassen alle Bereiche der modernen Zahnmedizin Ihr Lächeln ist unsere Leidenschaft Gerne beraten wir Sie ganz individuell, nach telefonischer Terminvereinbarung! Näheres unter: www.zahnarzt-fritz.de DR. MED. DENT. GÜNTHER FRITZ Hanns-Martin-Schleyer-Str. 4 76744 Wörth Telefon: 072718244 Telefax: 072718105 E-Mail: info@zahnarzt-fritz.de 67