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pfalz-magazin Sommer 2022

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Foto: Der Eiswoog ist

Foto: Der Eiswoog ist ein etwa 2,7 Hektar großer Stausee des regional auch „die Eis“ genannten Eisbachs in Rheinland-Pfalz. Der Eiswoog Südwestlich der Ortsgemeinde Ramsen ist der Eisbach, ein linker Nebenfluss des Rheins, in 347,8 m ü. NN nahe seinen sieben Quellbächen zu einem „Woog“ aufgestaut. So werden in Südwestdeutschland natürliche oder künstliche Seen genannt, die früher als Wasserspeicher für Mühlen und Hammerwerke oder als Sammelplatz für die Trift von Scheit- oder Schnittholz dienten. Ausgewiesene Wege rund um den Eiswoog locken zu jeder Jahreszeit Spaziergänger, Wanderer und Sportler gleichermaßen an. Ein 3km langer Wanderweg, als barrierefreier Naturerlebnispfad umgestaltet, ist auch für Menschen mit Seh- und Bewegungsbehinderung ©Carles Rabada erlebbar und auch kinderwagenfreundlich gestaltet. Von einer Aussichtsplattform ist ein wunderbarer Blick über den Eiswoog möglich. In den Sommermonaten bietet sich hier die Möglichkeit sich im kühlen Nass zu erfrischen, Ruderboot zu fahren oder die Gesundheit an der Kneipp-Tretanlage zu fördern. Von Mai bis Oktober fährt eine Schmalspurbahn „Stumpfwaldbahn“ bis Ramsen. Graureiher, Rohr- und Zwergdommeln sowie Enten, Gänse und Schwäne sind am Eiswoog häufig anzutreffen, Fischadler dagegen nur gelegentlich. Am See nistet auch der Eisvogel, eine streng geschützte Art. Fotos: wikipedia, Pixabay 50 38

Der Ungeheuersee Dieser See ist ein flacher Hochmoorteich, der durch den Krumbach gespeist wird. Als Teil des einzigen Hochmoores in diesem Mittelgebirge steht der See seit den 1930er Jahren als Naturdenkmal unter Schutz. Der Name hat nichts mit Ungeheuern zu tun, sondern leitet sich her von den Wörtern „Unger“ für Waldweide und „Heyer“ für Gehege. Ein sehr idyllischer Ort. Der von zwei Quellen gespeiste See liegt im einzigen Hochmoor des Pfälzerwalds. Er wurde im 16. Jahrhundert als Viehtränke angelegt und aufgrund seiner artenreichen Flora, darunter seltene Pflanzen wie Wollgras und rundblättriger Sonnentau, bereits vor fast 100 Jahren zum Naturdenkmal erklärt. Im Wasser wachsen verschiedene Wasserpflanzen, von denen der Kleine Wasserschlauch (Utricularia minor), ebenfalls eine fleischfressende Pflanze, hervorzuheben ist. Der von zwei Quellen gespeiste See liegt auf 357 m Höhe in einem Kerbtal, dem Krumbachtal, etwa 2 km südwestlich von Weisenheim am Berg und erstreckt sich von Südwest nach Nordost. Er ist wasserstandsabhängig bis 140 m lang und bis 40 m breit bei einer Fläche von maximal 0,4 Hektar. Seine größte Tiefe beträgt 1,8 m. Die Größenangaben zum See sind nur ungefähre Werte; denn der Wasserstand ist von den regionalen Niederschlägen sowie der Wasserführung des Krumbachs abhängig und kann demzufolge schwanken, zu manchen Zeiten fällt das Gewässer sogar vollkommen trocken. Am Seeufer steht ein Felsblock aus Sandstein, in den der Name des Gewässers eingemeißelt ist. Direkt am See kann man picknicken, großzügige Ausstattung mit Holzbänken und -tischen stehen bereit. Auch in der „Weisenheimer Hütte“ kann man es sich mit Bratwurst oder Leberwurststullen gut gehen lassen. Der Rückweg zur Lindemannsruhe verläuft leicht ansteigend über die Westflanke des Weilerskopfs. Laut einer Legende, als der See noch ungepflegt und die Umgebung morastig war, ging niemand gerne dorthin, weil anscheinend um Mitternacht Waldgeister ihr Unwesen dort treiben würden. Angeblich lebte auch eine Waldfrau am See, die manches Kind geraubt haben soll. Eine weitere Legende berichtet davon, die Bürger von Weisenheim am Berg hätten während des Dreißigjährigen Krieges die Glocken vom Kirchturm genommen und im Ungeheuersee versenkt. Das Dorf sei dann durch fremde Soldaten niedergebrannt worden; dabei seien alle Einwohner, die den genauen Ort der Versenkung gekannt hätten, ums Leben gekommen und die Glocken nie wieder gefunden worden. RS die besten Winzer auf www.pfalz-wein.info f 39 59