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Wissenswertes Mythen

Wissenswertes Mythen oder Wahrheit über Suchtmittel Bier macht dick und Schokolade glücklich? Was ist war an den verbreiteten Mythen rund um Suchtmittel. „Schokolade macht glücklich“ „Die größte Gefahr beim Rauchen geht vom Nikotin aus“ Foto: DWI, Fotolia Ob Stress, Liebeskummer oder schlechte Laune: Schokolade erweist sich oft als Retter in der Not. Einen glückseligen Vollrausch beschert uns die Süßigkeit allerdings nicht. Zwar enthält Kakao einige Stoffe, die uns glücklich machen können – zum Beispiel natürliche Aufputschmittel wie Koffein oder auch ein Baustein des Glückshormons Serotonin. Tatsächlich sind diese Mengen aber so gering, dass man schon Unmengen an Schokoladentafeln essen müsste, um einen messbaren Effekt zu erzielen – was höchstwahrscheinlich in großer Übelkeit enden würde. Das kurze Hochgefühl beim Naschen liegt vielmehr an dem Reiz der Belohnung. Laut einer englischen Studie senke Schokolade das Risiko eines Herzinfarkts. Diese Wirkung geht auf Polyphenole im Kakao zurück, von denen Zartbitterschokolade mit ihren 50 Prozent und mehr Kakaoanteil am meisten enthält. Doch auf Rezept wird Schokolade wohl nie erhältlich sein. Die Wirkung ist einfach zu gering, und Schokolade ist generell nicht besonders gesund. Milchschokolade enthält weniger Kakao, dafür umso mehr gesundheitsbedenklichen Zucker, außerdem ordentlich Kalorien und Fett. Das alles lässt in Kombination mit Bewegungsmangel und Übergewicht das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko wieder steigen. Und kompensiert so die positive Wirkung der Polyphenole. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft ist das Einatmen von Tabakrauch die häufigste Einzelursache für Krebs in Industrieländern. Wissenschaftliche Untersuchungen haben allerdings auch gezeigt, dass die meisten schädlichen Substanzen im Zigarettenrauch erst durch den Verbrennungsprozess von Tabak entstehen. Bei herkömmlichen Zigaretten verbrennt der Tabak bei etwa 800 Grad Celsius. Dabei werden über 4300 gesundheitsschädliche Substanzen freigesetzt, die beim Rauchen inhaliert werden. Wird der Tabak nicht verbrannt, sondern, wie bei Tabakerhitzern (wie IQOS oder glo), lediglich erwärmt, sind es weniger. Nicht also das süchtig machende Nikotin selbst, sondern die Verbrennung des Tabaks ist die Hauptursache für Krankheiten, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden. 78

„Bier macht dick“ Die Deutschen lieben ihr Bier – rund 100 Liter trinkt jeder Erwachsene durchschnittlich pro Jahr. Und um kaum ein Getränk ranken sich so viele Behauptungen. Die wohl bekannteste lautet: Bier macht dick! Tatsächlich aber enthält der Gerstensaft weit weniger Kalorien als eine vergleichbare Menge Saft – wenngleich natürlich deutlich mehr als Mineralwasser. Für den berühmten Bierbauch aber ist vor allem deftiges Essen verantwortlich. Das Getränk hat nämlich eine appetitanregende Wirkung – man bekommt Heißhunger! „Alkohol verfliegt beim Kochen“ Rotwein in der Bratensoße, Weißwein im Risotto oder Cognac im Dessert: Alkohol verfeinert viele Speisen. Beim Kochen ist er sogar ganz ungefährlich – so die landläufige Vorstellung – schließlich verdunstet er doch sowieso. Oder? Das stimmt so nicht ganz! Reiner Alkohol verdampft zwar bereits bei Temperaturen von ungefähr 80 Grad Celsius, doch komplett verflüchtigt er sich beim Kochen trotzdem nicht. Denn erstens verwenden wir beim Kochen keinen reinen Alkohol und zweitens sind in der Pfanne oder im Topf weitere Zutaten wie Gemüse und Fleisch oder Fette, die Teile des Alkohols festhalten. So bleiben beispielsweise nach einer Viertelstunde Kochzeit noch zwischen 30 bis 40 Prozent des Alkohols intakt. „Rotwein ist gesund“ Schon im Altertum galt Wein als Medizin. Der antike griechische Arzt Hippokrates verabreichte seinen Patienten zum Beispiel Wein, um deren Magen-Darm-Beschwerden zu lindern oder um sie zu beruhigen. Auch in der Bibel schreibt Paulus an Timotheus: „ Trinke nicht mehr Wasser, sondern auch ein wenig Wein um deines Magens willen und weil du oft krank bist.“ (Tim. 5,23) Das hat sich bis heute nicht geändert. Aktuell gibt es immer wieder Studien, dass ein Glas Rotwein am Tag gesund sein soll, schlank macht und sogar das Leben verlängern soll. Wer regelmäßig und in Maßen Rotwein trinkt, lebt laut solchen Untersuchungen im Schnitt zweieinhalb Jahre länger als Abstinenzler. Wenn es wahr ist, warum ist das so? Was macht den Wein, speziell den Rotwein so gesund? Wichtig für die positiven Eigenschaften des Weinkonsums, die sogar Krebs und Alzheimer vorbeugend wirken, sind die besonderen Inhaltsstoffe des Rotweins (vor allem Rotwein!). Polyphenole beispielsweise wirken schützend auf die Kapillargefäße und auf das Kollagen der Gefäßwände, verhindern die Plättchenaggregation und damit die Bildung von Gerinnseln. Ebenso findet man oxydationshemmende Eigenschaften und stellt damit eine Verhinderung der Zellwandveränderungen in den Zellwänden sowohl in den Herzgefäßen als auch im Gehirn fest. RS frei nach GEO online