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PFALZ-MAGAZIN Frühling 1258

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Gesundheit Frühjahr —

Gesundheit Frühjahr — Müde? Was ist Frühjahrsmüdigkeit und wodurch entsteht sie? Die meisten Menschen freuen sich auf das Ende der Winterzeit und den Beginn der Frühlingszeit – die Sonne zeigt sich öfter, es wird wärmer und die Tage wieder länger. D ie Natur um uns herum grünt und blüht – und dennoch fühlt sich fast jeder Zweite von uns ständig müde. Ein Grund für die Frühjahrsmüdigkeit, denn nach dem Winter ist die Konzentration des Schlafhormons Melatonin in unserem Blut besonders hoch. Und gleichzeitig fehlt das Gute- Laune-Hormon Serotonin. Frühjahrsmüdigkeit ist zwar keine Krankheit, aber sie kann Betroffene stark belasten. Was steckt hinter der Abgeschlagenheit und mit welchen Mitteln können wir der Frühjahrsmüdigkeit jetzt begegnen? Ein Grund für ist die Frühjahrsmüdigkeit ist, dass sich der Körper erst an den Temperaturumschwung und an das wechselnde Wetter gewöhnen muss, was bei vielen spürbare Probleme bereitet. Aber warum uns die Frühjahrsmüdigkeit zu schaffen macht, ist wissenschaftlich nicht genau geklärt. Luftdruck, wechselnde Luftfeuchtigkeit, Föhn oder Gewitter beeinflussen das körperliche Wohlbefinden vieler Menschen und häufig reagieren sie überempfindlich auf Wetterumschwünge. Das Stichwort dafür lautet Wetterfühligkeit, auch als Meteoropathie oder Meteorotropismus bezeichnet. Sie ist definiert als Veränderung des Wohlbefindens, sowohl körperlich, geistig, seelisch als auch sozial, die mit Veränderungen des Wetters einhergehen. Der Körper ist also nicht in der Lage, sich schnell ändernden Wetterbedingungen anzupassen. Je stärker und intensiver der Wetterumschwung ausfällt, desto stärker sind meist auch die Beschwerden ausgeprägt. Einige Wissenschaftler vermuten, dass genau dieser Effekt auch die Frühjahrsmüdigkeit auslöst. Der Körper reagiert auf das Wetter und muss sich nicht nur ständig wechselnden Temperaturen anpassen. Auch Veränderungen im 30 38 14

« Viel frisches Obst, Gemüse, Fisch und Geflügel regen den Stoffwechsel an. Ist Frühjahrsmüdigkeit eine Krankheit? Die Wetterfühligkeit ist kein seltenes Phänomen. Rund 19 Prozent der Deutschen denken, dass ihre Gesundheit in starkem Maße vom Wetter abhängt und 35 Prozent vermuten, dass das Wetter „etwas Einfluss“ auf ihre Gesundheit hat. Besonders ältere Menschen über 60 Jahre gelten als wetterfühliger als jüngere. Frühjahrsmüdigkeit und Wetterfühligkeit sind allerdings keine eigenständigen Krankheiten. Wie lange dauert Frühjahrsmüdigkeit? Der Körper hatte lange zu kämpfen mit Lichtmangel, nasskaltem Klima, auch mit Vitaminmangel. Das Gute: Körper und Geist brauchen jetzt noch maximal vier Wochen, um sich an die neuen Licht- und Temperaturverhältnisse anzupassen, dann ist die Frühjahrsmüdigkeit überstanden. Betroffene mit Frühjahrsmüdigkeit klagen aber über Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne, Abgeschlagenheit oder Müdigkeit. Die Beschwerden der Wetterfühligkeit treten besonders häufig bei stürmischem Wetter auf oder wenn es kälter wird. Was kann ich gegen Frühjahrsmüdigkeit machen? Der Winter hat die Energiespeicher leer gefegt. Das ändern wir mit viel Obst und Gemüse, am besten vitalstoffreich und roh. Favoriten sind Karotten, Spinat und Paprika sowie Äpfel, Beeren, Grapefruits, Bananen und Melone. Und zu guter Letzt sollte man nicht gleich am Morgens mit dem Schrillen des Weckers aus dem Bett springen, sondern erst mal ordentlich strecken und ein paar Minuten in der Luft Fahrrad fahren. Aber auch schon im Winter kann man sich vitaminreich durch Wintergemüse aus regionalem Anbau ernähren. Besser sind mehrere kleine(!) Mahlzeiten als drei große, um den Organismus zu entlasten. Vitamine wie B12, B6, B1, B2, C und D sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Magnesium und Kupfer heben den Energielevel, der mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gut erreicht werden kann. Es gibt einen Unterschied zwischen der Wetterfühligkeit und der Wetterempfindlichkeit. Wetterfühlig sind gesunde Menschen, die empfindlich auf Wetterumschwünge reagieren. Wetterempfindlich sind dagegen Menschen, bei denen sich bestimmte Erkrankungen oder Verletzungen durch das Wetter verschlimmern. Zum Beispiel schmerzen bei manchen Arthrose-Patienten die Gelenke bei einem Wetterumschwung stärker als normal oder Betroffene klagen über ein „Ziehen“ an Narben. Oft ist der Übergang zwischen beiden Beschwerden fließend und eine Abgrenzung nur schwer möglich. Es ist doch eigentlich ein Glück, dass wir Menschen keine Automaten sind, sondern oft noch sensibel auf das reagieren, was um uns herum passiert. RS f 39