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PFALZ-MAGAZIN Frühling 1258

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Sonstiges Hunde erziehen

Sonstiges Hunde erziehen Unter Pandemiebedingungen In Plankstadt bei Schwetzingen führt Judith Amrein ein außergewöhnliches Konzept mit Hunde-Erziehung. S eit einem guten Jahr sind aufgrund Pandemie bedingter Auflagen viele Menschen im Homeoffice und nutzten diese Zeit nicht nur, um vor ihrem Computer zu sitzen. Menschen, die schon längere Zeit den Wunsch hegten, einen Hund bei sich aufzunehmen, nutzten die Gunst der Stunde, um sich eben diesen Wunsch auf den unterschiedlichsten Wegen zu erfüllen. Die Züchter wurden überrannt und konnten der Nachfrage gar nicht direkt nachkommen und auch über die verschiedensten Tierschutzorganisationen bis hin zu skrupellosen Welpenvermehrern, gingen Hunde „weg wie warme Semmeln“. Die Tierheime machen sich, wahrscheinlich nicht ohne Grund, Sorgen darüber, wie sich das Leben für manche Hunde weiterentwickeln wird, wenn viele Menschen wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, es aber nun einen Hund zuhause zu versorgen gibt, der noch nicht alleine bleiben kann. Es gibt sehr viele verantwortungsvolle Tierbesitzer, die sich nun auch direkt an fachlich qualifizierte Hundeerziehungsberater wenden, um soviel wie möglich über ihr Tier in Erfahrung zu bringen, um es artgerecht zu halten und zu erziehen. Womit wir wieder mitten im Thema sind. Wie schon in den vorangegangenen Artikeln wird unbedingt noch mal darauf hinwiesen, dass es auch bei der Tierart Hund auf eine artgerechte Haltung ankommt. Alle Aquarien- und Terrarienbesitzer wissen, dass ihr Tier nicht lange überleben wird, wenn sie sich nicht wenigstens ein Minimum an Fachwissen aneignen. Aber ein Hund stirbt nicht gleich, wenn mit ihm nicht adäquat umgegangen wird, was tatsächlich auch die Gefahr birgt, dass ein Tier jahrelang unter den Haltungsbedingungen leidet, ohne dass es der Mensch überhaupt wahrnimmt. 28

Häufig wird erst dann reagiert, bzw. eine Hundeerziehungs- Beratung hinzugezogen, wenn das Verhalten des Tieres nicht mehr nur dem Tier Probleme bereitet, sondern der Mensch unter einen gewissen Leidensdruck kommt und das Fehlverhalten, häufig bedingt durch Fehlkommunikation, so überhandnimmt, dass man nicht mehr damit klarkommt. Auch aus diesem Grund ist es für Judith Amreim ein großes Anliegen, allen Hundebesitzern ans Herz zu legen, am Besten schon bevor es Probleme gibt, eine gute Hundeschule auszusuchen, die mit Rat und Tat zur Seite steht, damit der Hund wirklich zum Freund werden kann. Wodurch zeichnet sich eine gute Hundeschule aus? Im Idealfall sind die Gruppen, in denen sich Welpen, Junghunde aber auch erwachsene Hunde treffen, überschaubar. In der Hundeschule Amrein sind in der Regel nicht mehr als 6 Hunde in den Gruppenstunden. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Mensch-Tier-Teams so zu betreuen, dass es für alle Beteiligten eine Hilfe und Unterstützung ist. Die Hunde werden in ihrem Spiel durch das anwesende Fachpersonal begleitet und das Spiel, bzw. das Zusammentreffen wird für die anwesenden Menschen so kommentiert, dass sie etwas über ihren Hund und die jeweilige Situation lernen können. Fragen der Menschen werden verständlich und freundlich beantwortet. In Einzelberatungen werden die Fragen ernst genommen und nicht nur symptomatisch behandelt. Das Hintergrundwissen wird vermittelt, um seinen Hund in den jeweiligen Situationen verstehen zu können und das eigene, sowie das Verhalten des Hundes positiv zu verändern bzw. zu unterstützen und je nach Bedarf anzupassen. Dem Hundehalter wird eine, für den Hund verständliche, Sprache aufgezeigt, damit er besser mit seinem Hund kommunizieren kann. Denn auch Hunde haben ihre eigene Sprache, die es zu erlernen gilt, wenn ein Mensch mit solch einem Tier harmonisch zusammen leben möchte. In manchen Bundesländern durften leider während der pandemiebedingten Einschränkungen keine Gruppenstunden stattfinden, aber viele Hundeschulen haben sich bemüht, Angebote möglich zu machen, die auch in dieser schlimmen Zeit eine Hilfe waren und sind. „Tierhaltung ist immer ein Kompromiss, wobei oft nicht das Gefangensein das Problematische ist, sondern das versorgt sein“ sagt Jan Nijboer in einem Vortrag. Auch ein Hund hat nicht die Wahl sich sein Zuhause auszusuchen. Um so wichtiger ist es, dass man ihm ein Zuhause schenke, in dem er sich geborgen und sicher fühlen darf; und dieses Zuhause auch der Ort ist, wo es mit seinen Instinkten, Bedürfnissen und Emotionen ernstgenommen, geliebt und entsprechend versorgt wird. Judith Amrein liegt es als Hundeerziehungsberaterin sehr am Herzen, auf diesem Wege Hund und Herrchen bzw. Frauchen zu einem harmonischen Miteinander zu begleiten und dabei zu unterstützen. JA Hundeschule Amrein Jungholz 3 | 68723 Plankstadt Telefon: 06202 - 92 74 855 info@hundeerziehenmitliebeundverstand.de www.hundeerziehenmitliebeundverstand.de 29