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PFALZ-MAGAZIN Frühling 1258

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Grüne Oase auf dem

Grüne Oase auf dem Klinikdach Ein Krankenhaus in Boston errichtete eine Bio-Farm auf dem Dach, welche die Patienten, Mitarbeiter und Bedürftige mit 3000 kg Gemüse pro Jahr versorgt. Die Überzeugung, dass Nahrung Medizin für uns Menschen sei, wird dort auf nachhaltige und soziale Weise umgesetzt. In recycelten Kisten mit organischer Erde werden auf dem Dach des Boston Medical Center Karotten, Kohl, Gurken, Paprika, Bohnen, Kürbisse und viele weitere Gemüsesorten angebaut; außerdem gibt es eine Vielzahl an Kräuterbeeten. Mehr als hundert ehrenamtlich tätige Helfer pflegen die Farm. Alles was hier wächst, ist organisch und absolut frei von Spritzmitteln. Zwei Bienenstöcke kümmern sich um die Bestäubung der Pflanzen. Insgesamt 2500 Quadratmeter ist sie groß. Frei nach dem Motto, „Nahrung ist Medizin“ liefert die Ökofarm gesunde Nahrung, nicht nur für die Patienten des Krankenhauses, sondern für alle Mitarbeiter und außerdem für Bedürftige. Der Biogarten leistet auch einen Beitrag am Ressourcen sparen, denn das Gebäude wird dadurch besser isoliert und verringert die Heizkosten, sowie die Kosten für die Klimaanlage. Regenwasser wird aufgefangen und absorbiert. Es gibt ein Kompostier-System, das den Boden fruchtbar macht. Alle Reste werden der Erde in Form von fruchtbarem Kompost wieder zurückgegeben. So entsteht ein eigenes kleines Ökosystem. Es werden zudem Pflanzen eingesetzt, welche die Schädlinge abwehren und nützliche Insekten anlocken. Quelle: BMC Mehr Freude im Altenheim mit Hühnern Ein Altenheim in Bochum mietet Hühner von einem Landwirt und bringt dadurch den Bewohnern große Freude. Die Hühner Bertha, Katharina, Susi und Goldie sind von einem Landwirt aus Essen gemietet und stehen im Garten des Altenheim „Katharina von Bora Haus“ in Bochum. Anfang Juni sind die Miethühner mit Stall und Auslauf dort eingezogen. Seither erfreuen sie mit ihrer Anwesenheit die Senioren, die täglich vor dem Hühnerauslauf sitzen und die Tiere füttern. Die Namen der Hühner haben ihnen Senioren gegeben. Sie helfen beim Versorgen, beim Stall säubern und beim Eier einsammeln. Die Idee der Miethühner hatte die Sozialarbeiterin Bärbel Abrolat. Durch Spenden konnte das Projekt dann realisiert werden. Sie ist von der Wirkung der Hühner auf die Bewohner begeistert. Deshalb wurde die Mietdauer nun noch einmal verlängert. Der Essener Landwirt Nikolas Weber vermietet seine Hühner an Seniorenheime, Kitas, Schulen und auch an Privatleute. Die Hühner werden dann in ihrem Stall zum Standort gebracht. Quelle: WDR rechts: Miethühner im Altenheim; unten: 2500 m² Gemüse auf einem Krankenhausdach! 10

Fotos: pixabay In Mannheim haben im Rahmen der Umweltaktion "Rhine CleanUp" deutlich über 1000 Teilnehmer die Ufer des Rhein von Müll befreit. Gemeinsam für das größte Recyclingdorf der Welt Dörfer im Allgemeinen gelten als klein, überschaulich und familiär. Eigentlich nur ein kleiner Punkt auf der Karte. Jedoch kann genau dieser auch manchmal das I-Tüpfelchen einer riesigen Bewegung sein. Genau das hat sich „Project Wings“ als Vision genommen. Eine Gruppe von 4 Personen hat im März 2019 die Hilfsorganisation gegründet und gilt derzeit als schnellst-wachsende NGO Deutschlands. Mittlerweile haben sie einen Mitarbeiterstamm von 7 Personen, knapp 4000 finanzielle Unterstützer und bislang schon mehr als 25 Tonnen Plastikmüll recycelt. Plastik löst sich bekanntlich nie komplett auf – warum es dann nicht sinnvoll verwenden? In so genannten Ecobricks sind knapp 600 Gramm Plastik enthalten. Er wird praktisch von der Straße gesammelt und in handelsübliche PET-Flaschen gepresst. Dadurch entstehen robuste, wärmespeichernde Grundbausteine. Für jeden Ecobrick erhält man 5000 indonesische Rupiah, was circa 28 Cent entspricht und für die Einheimischen einer Mahlzeit wert ist. So kurbelt man das generelle Interesse an Recycling an und fördert die nachhaltige Verwertung von Plastik. Niemand ist direkt Schuld – vielmehr trägt hier jeder ein Stück Verantwortung. Durch die Einbindung der ortsansässigen Vereine in Themen wie: Aufforstung, Artenschutz und nachhaltige Müllverwertung, die aktive Ansprache in Fußgängerzonen Deutschlands, die Errichtung eines Onlineshops, eines Secondhand-Shops in Bamberg und einer immer größer werdenden Medialen Präsenz, werden nicht nur die Probleme der Welt angezeigt, sondern bieten vielmehr die Möglichkeit, diese auf eine spielerisch-einfache Art und Weise anzunehmen und etwas Großes daraus zu errichten. Denn so wird aus einem Dorf Inspiration für die ganze Welt. Presse: Good News Projekt „Rhine Clean Up“ fleißige Helfer sammeln Müll an den Flussufern Freiwillige Helfer sammelten insgesamt rund 320 Tonnen Müll von den Flussufern der Flüsse Rhein, Mosel und Ruhr. Die Initiatoren des Projektes „Rhine Clean Up“ gaben an, dass sich bei der diesjährigen Müllsammelaktion mehr als 35.000 freiwillige Helfer beteiligt haben. Gesammelt wurde dieses Mal an den Ufern der Flüsse Rhein, Mosel und Ruhr. Die meisten Menschen beteiligten sich an den Städten entlang des Rheins. Die Aktion fand nun schon zum dritten Mal statt und war auch diesmal wieder ein großer Erfolg. Rund 320 Tonnen Müll wurden eingesammelt. Viele Masken seien dieses Jahr dabei gewesen. Insgesamt hatten sich 300 Gruppen beteiligt. In den Großstädten Düsseldorf und Köln seien jeweils mehr als 2000 Menschen dabei gewesen. Auch der Bürgermeister Düsseldorfs griff zur Müllsammel-Zange. In weiteren Rhein-Städten wie Mannheim, Mainz und Duisburg hätten sich 1000 Freiwillige an der Aktion beteiligt. „Diese Menschen haben es begriffen: Das ist zwar nicht ihr Müll, aber es ist unser Planet“, so der Initiator Joachim Umbach. Aber nicht nur am Rhein seien fleißige Müllsammler aktiv gewesen: Auch an der Mosel und an der Ruhr hat der Clean Up dieses Jahr erstmalig stattgefunden. An diesen beiden Nebenflüssen des Rhein wurden insgesamt rund 70 Tonnen Müll gesammelt. Quelle:WZ Weitere Quellen: msn GEO Süddeutsche Zeitung SWR deutschlandfunk kultur 14 11