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Frühlingsausgabe Pfalz-Magazin Apr-Mai 2020

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Die neue Frühlingsausgabe des pfalz-magazins ist voll von den schönen Dingen des Lebens in der Pfalz und Nordbaden.

Pfingsten Für viele

Pfingsten Für viele Menschen ist Pfingsten einfach nur ein Feiertag, an dem sie nicht arbeiten müssen. Die Bedeutung von Pfingsten ist hingegen wenig bekannt. Dabei ist Pfingsten nach Weihnachten und Ostern der höchste Feiertag der Christen und gilt als „Fest des Heiligen Geists“ und ist somit der Geburtstag der chrislichen Gemeinde. P fingsten ging wie Ostern aus einem jüdischen Fest hervor. Es war ursprünglich ein Erntefest mit Dankopfern. Während das Passah-Fest – woraus das christliche Osterfest hervorging – den Beginn der Getreideernte markierte, wurde am fünfzigsten Tag darauf der „Schawuot” gefeiert, der Tag der Darbringung der Erstlingsfrüchte. Später wurde dieser Tag auch als „Wochenfest” bezeichnet. Als christliches Fest wurde Pfingsten erstmals im 4. Jahrhundert erwähnt. Für viele Menschen ist Pfingsten ein Fest der Familie, ähnlich wie Weihnachten. Manche Kirchengemeinden veranstalten Pfingstgottesdienste auch im Freien, z.B. im Wald. Solche Waldgottesdienste haben ein besonderes Flair, vor allem, wenn das Wetter mitspielt. Vielerorts werden dann Pfingstsymbole wie Tauben, Rosen und Feuer verwendet. Doch so wichtig dieser Feiertag für die meisten Christen auch ist, so wenig wissen sie um die Bedeutung dieser Symbole. Die Taube zählt zu den bekanntesten Pfingstsymbolen und schmückt in beispielsweise hölzerner Form Kirchenschiff, Kanzel oder Taufbecken. Im Johannesevangelium findet sich der Ursprung der Pfingsttaube: Bei der Taufe Jesu soll der Heilige Geist wie eine Taube über ihm geschwebt und dann auf ihn herabgestiegen sein. Daneben symbolisiert die Taube Reinheit und Frieden. Die Pfingstrose sieht nicht nur schön aus, sie stellt in der Kirche Reichtum, Heilung und Schönheit dar. Aufgrund einer Legende wird diese Rose auch als Pfingstsymbol verwendet. In dieser weinte eine Frau über die Kreuzigung Jesu, bis sie bemerkte, dass die Rosen keine Dornen mehr besaßen. Sie weinte nicht mehr und rief: „Gott hat die Dornen fortgenommen, das Leid hat sich in Freude verwandelt“. Die Taube, meist eine weiße, ist eines der bekanntesten Pfingstsymbole. Rund um das christliche Fest schmückt in vielen Kirchen eine hölzerne Pfingsttaube das Kirchenschiff, das Taufbecken oder die Kanzel. 86

Dennoch wissen nur wenige Christen um ihre eigentliche Bedeutung: Schon seit dem 6. Jahrhundert symbolisiert sie den Heiligen Geist. Auch das Feuer gehört zu den Pfingstsymbolen. Auf vielen Darstellungen werden die Jünger Jesu mit Feuerzungen über den Köpfen abgebildet, die unter anderem den Heiligen Geist darstellen sollen, welcher auf sie kam am diesem Tag . Eine weitere Bedeutung ist die, dass die Jünger das Evangelium mit „Feuer und Flamme“, also großer Begeisterung, in der Welt verbreiten sollten. Das Feuer symbolisiert damit den Beginn der christlichen Missionierung, die als Geburtstag der Kirche gilt. Während Feste wie Weihnachten oder Ostern einen großen Reichtum an Bräuchen aufweisen können, haben sich im Zusammenhang mit dem Pfingstfest verhältnismäßig wenig Bräuche entwickelt. Meist stehen sie entweder im Zusammenhang mit der religiösen Bedeutung von Pfingsten oder haben einen jahreszeitlichen Bezug als Frühlingsbräuche und Maibrauchtum. Die vielerorts stattfindenden Brunnenfeste zu Pfingsten sind neben anderen Pfingstbräuchen ebenso von der beginnenden Sommerzeit wie auch von vorchristlichen Fruchtbarkeitskulten geprägt. Für das Brunnenfest werden die Dorfbrunnen bereits am Pfingstsonnabend festlich mit Blumen und Birkenstämmchen geschmückt, an denen bunte Bänder und Ketten mit ausgeblasenen und bemalten Eiern hängen. Aber nicht nur Brunnen, auch Häuser, Ställe, Kirchen und Fahrzeuge werden zu Pfingsten mit grünen Birkenzweigen und Blumen verziert. Die Ackerbausaison beginnt, und die Bauern hoffen auf eine reiche Ernte. In früheren Zeiten war es vielerorts üblich, das Vieh zu Pfingsten zum ersten Mal im neuen Jahr zum Grasen auf die Weiden zu lassen. Oft führte dabei ein besonders geschmücktes Tier – der Pfingstochse – den feierlichen Zug an. Auch der Pfingstbaum gehört in vielen Gegenden Deutschlands zu den bekanntesten Bräuchen an diesen Feiertagen. Dabei gibt es jedoch regionale Unterschiede: Im Süden Deutschlands kennt man den Pfingstbaum eher in Form eines Maibaums, also eines hohen Baumstamms mit abgesägten Ästen, der dann feierlich geschmückt im Dorf aufgestellt wird. Bänder, Fahnen und ein Pfingstkranz gehören zum Baumschmuck. Der Pfingstbaum bildet anschließend den Mittelpunkt ausgelassener Feiern. Das verlängerte Wochenende, was Pfingsten immer mit sich bringt, und die Jahreszeit, die meist angenehme Temperaturen bietet, laden regelrecht ein, ausgiebige Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu machen. Zahlreiche Veranstaltungen in der ganzen Kur- Pfalz laden zum Feiern und Mitmachen ein. RS neu: pfalz-wein.info 147 97 f

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