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Frühjahrs-Ausgabe Nr. 53 Feb.-Mrz. 2020

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Wissenswertes Eponyme

Wissenswertes Eponyme Wer hätte das gewusst? Eponym (Sprachwissenschaft), eine Bezeichnung (z. B. Achillesferse), die aus einem Namen abgeleitet ist, oder dieser Name selbst (z. B. Achilles) steig am Bodensee das erste Luftschiff auf.eher durchdringenden, näselnden Sound der Oboe liegt. Was ihm auch gelang. Ein Jazzkonzert ist ohne Saxophon schwer vorstellbar. Boykott – Genannnt nach dem irischen Pachteintreiber Charles Cunningham Boycott, dessen Arbeit von den Pachtbauern ignoriert und somit boykottiert wurde. Im November 1880 wurde der Begriff boycotting („boykottieren“) für diese Art des Widerstands von der Zeitung London Times erstmals benutzt. Hasselblad – Eine hochwertige Kamera nach dem schwedischen Kamerapionier Victor Hasselblad benannt, der zuerst für die schwedische Luftwaffe und später für die NASA Kameras entwarf. 1941 wurde die Hasselblad AB mit Sitz in Göteborg, die erstmals Fotoapparate selber entwickelte und herstellte. Hasselblads wurden auf jede bemannte Raumfahrt mitgenommen. Auch die ersten Fotografien vom Mond wurden mit einer Hasselblad aufgenommen. Angeblich fliegen drei Exemplare immer noch allein durchs All. Saxophon – nicht ein Amerikaner, sondern ein Belgier, der Instrumentenbauer Antoine Joseph Sax (1814 – 1894), ist der Vater des jazzigen Holzblasinstrument. ) Im Jahr 1840 erfunden und am 21. März 1846 in Frankreich patentiert. Im Patentantrag begründet Sax seine Erfindung mit dem Fehlen gut klingender Holzblasinstrumente der tiefen Lage und wollte mit der Erfindung des Saxophons ein Holzblasinstrument kreieren, das klanglich zwischen dem „wärmend-biegsamen“ Klang der Klarinette und dem Guillotine – der Arzt und Parlamentarier Joseph I. Guillotine hat eine menschliche Form der Vollstreckung von Todesurteilen gefordert, so wurde das schnell und zuverlässig arbeitende Köpfungsgerät nach ihm genannt. Guillotine wollte es nicht mehr mit ansehen, das die Verurteilten zu Tode gequält oder mit dem Beil geköpft wurden, so wie das vorher. Brailleschrift – der mit 3 Jahren erblindete Louis Braille musste noch mühsam mit der Reliefschrift lesen lernen, bevor er mit 15 Jahren die Punksschrift erfand. Sie ist meist von hinten in das Papier gepresst und mit den Fingerspitzen als Erhöhungen zu ertasten ist. Sechs Punkte, drei in der Höhe mal zwei Punkte in der Breite, bilden das Raster für die Punkte-Kombinationen, mit denen die Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Leerzeichen, …) dargestellt werden. Zeppelin – Im Jahre 1900 stieg am Bodensee das erste Luftschiff auf. Es wurde wie auch alle Nachfolger, nach seinem Erfinder und Erbauer Ferdinand Graf von Zeppelin benannt. 1937 endete diese Ära mit dem Absturz der brennenden „Hindenburg“ über Lakehurst. Seit den 1990er Jahren basteln Ingenieure an einer Wiederauferstehung der Luftschifffahrt, denn sie haben den Vorteil das sie kaum Infrastruktur und benötigen und auf nahezu jedem geraden Untergrund landen, zum Vorteil für Orte, die nur schwer zu erreichen sind oder unter extremen Wetterbedingungen leiden. Foto: Fotolia 74

Foto: Wikipedia Litfaßsäule – ist eine auf dem Gehweg von Straßen aufgestellte Anschlagsäule, an die Plakate geklebt werden. Sie wurde vom Berliner Drucker Ernst Litfaß erfunden und im Jahr 1854 erstmals verwirklicht. Die Idee, Plakatsäulen aufzustellen, entstand, um der damals um sich greifenden Wildplakatierung entgegenzuwirken. Litfaß schlug dem Polizeipräsidenten von Berlin, Karl Ludwig von Hinkeldey vor, überall in der Stadt Säulen aufzustellen, an denen die Menschen ihre Plakate anhängen konnten. Nach jahrelangen Verhandlungen erhielt Litfaß am 5. Dezember 1854 die erste Genehmigung für seine „Annoncier-Säulen“. Bereits im Jahr 1979 würdigte die Deutsche Bundespost Berlin die Litfaßsäule mit einer Sonderbriefmarke. Anlässlich des 150-Jahre-Jubiläums der Litfaßsäule im Jahr 2005 wurde eine weitere Sonderbriefmarke mit dem Motiv der Litfaßsäule herausgegeben. Bunsenbrenner – ist ein kleiner Gasbrenner, bei dem das Brenngas nach dem Prinzip einer Strahlpumpe die Verbrennungsluft teilweise selbst ansaugt. Der Bunsenbrenner wird neben dem Teclubrenner im chemischen Labor häufig zum Erhitzen von Stoffproben oder Flüssigkeiten benutzt. Der Bunsenbrenner ist nach Robert Wilhelm Bunsen (1811–1899) benannt; die ursprüngliche Erfindung stammt allerdings von Michael Faraday und wurde von Peter Desaga, dem Laborassistenten Bunsens, 1855 in Heidelberg entscheidend verbessert. Achillesferse – stammt als Begriff aus der griechischen Mythologie: Die Ferse war die einzige Stelle, an welcher der Sagenheld Achilleus verwundbar war. In den bekanntesten Versionen von Achilleus’ Tod wurde er von Apollon selbst oder von einem – vielleicht vergifteten – Pfeil des Paris, der von Apollon gelenkt wurde, in die verwundbare Achillesferse getroffen. So wurde die Achillesferse aus der Mythologie zum Namensgeber der menschlichen Achillessehne. Auch wird der Begriff heute vor allem als Metapher verwendet und bezeichnet eine verwundbare Stelle eines Systems oder einer Taktik. Dieselmotor – Rudolf Diesel entwickelte zwischen und 1893 und 1897 einen Verbrennungsmotor mit Kompressionszündung, der mit billigem Rohöl betrieben werden konnte. Colt – der berühmte Revolver aus dem amerikanischen Wilden Westen wurde nach dem Samuel Colt benannt. Genau genommen war er nur Produzent und Patentinhaber. Seit 1855 in Serienproduktion, machte der Colt S. Colt zu einem reichen Mann. 75