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Frühjahrs-Ausgabe Nr. 53 Feb.-Mrz. 2020

Alles über Wein, Genuss, Freizeit, Kultur und Gesundheit im Raum Pfalz, Rhein-Neckar und Nordbaden erfahren!

Wein Ausgewählte & Co

Wein Ausgewählte & Co Veranstaltungen Sowohl im Neuen als auch im Alten Testament finden sich sehr viele Hinweise auf den Gebrauch von Wein. So heißt es im Psalm 104,15: „Der Wein macht ihn [den Menschen] froh, das Öl macht ihn schön, das Brot macht ihn stark“. Jesu erstes Wunder, von dem im Neuen Testament berichtet wird, war ausgerechnet die Verwandlung von Wasser zu Wein bei der Hochzeit in Kana.. Die Hochzeitsgäste hatten sämtlichen Wein bereits leer getrunken und dann kam zum Schluss der „Beste Wein“, den Jesus aus Wasser schuf. Nachzulesen im Johannesevangelium Kap. 2, 1-11. Außerdem finden wir noch ein Beispiel, wo der Wein als Medizin verwendet wird, im Gleichnis beim „Barmherzigen Samariter“, welches Jesus erzählt: (Lukas-Evangelium 10:34) „Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goss. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn.“ Lange Zeit durch all die Jahrhunderte diente der Wein als Grundnahrungsmittel. Oft wurde – keineswegs nur in der Pfalz – der Wein mit Wasser vermischt, um den Durst zu stillen. Tatsächlich war es weniger gefährlich, verdünnten Wein zu trinken als nur reines Wasser. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kannte man eine gewisse weltweite Anti-Alkohol-Bewegung, aus der dann die berüchtigte Prohibition in den USA hervorging. Selbst heute noch spürt man in gewisser Hinsicht diese Negativ-Haltung in bestimmten Bevölkerungsschichten und religiösen Gruppierungen; so müssen zum Beispiel die Etiketten stets mit einer Warnung über die gesundheitlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums versehen sein. In vielen Staaten der USA findet man alkoholische Getränke ausschließlich in speziellen Liquor-Stores, die erst ab 21 Jahren betreten werden dürfen. Man findet stellenweise leichter frei verkäufliche Waffen als alkoholische Getränke. In der amerikanischen CBS-Sendung „Das französische Paradoxon“ wurde ein erstaunliches Ergebnis vorgestellt, welches durch eine weltweite epidemiologische Studie behandelt wurde. Obwohl die Franzosen etwa ähnlich viel Fett zu sich nehmen wie die US-Bürger, ist die Zahl der Sterbefälle aufgrund von Herzgefäßerkrankungen 2,5 Mal niedriger als in den USA. Aufgezeigt wurde außerdem, dass die Sterberate durch diese Erkrankungen umso niedriger lag, je höher deren Rotweinkonsum war. Wichtig für die positiven Eigenschaften des Weinkonsums, die sogar Krebs und Alzheimer vorbeugend wirken, sind die besonderen Inhaltsstoffe des Rotweins (vor allem Rotwein!). Polyphenole beispielsweise wirken schützend auf die Kapillargefäße und auf das Kollagen der Gefäßwände, verhindern die Plättchenaggregation und damit die Bildung von Gerinnseln. Ebenso findet man oxydationshemmende Eigenschaften und stellt damit eine Verhinderung der Zellwandveränderungen in den Zellwänden sowohl in den Herzgefäßen als auch im Gehirn fest. Ein Glas Rotwein ersetzt eine Stunde Sport! Forscher aus Kanada wollen gar folgende, segensreiche Wirkung des Rebensafts entdeckt haben. Rotwein, so sagt man, sei gut für Herz und Kreislauf, für die Stimmung sowieso. Wer jeden Tag ein Gläschen oder auch zwei wegputze, der lebe lange und bleibe fröhlich. Herzfunktion in Ordnung, Cholesterinwert im Lot, Diabetes kein Thema – darauf heben wir doch erst mal einen! Fotos: Thomas Steinmetz Ihre Experten für refrak ve Laser- und Linsenchirurgie in der Metropolregion! »Mit unseren vielfältigen OP-Methoden und Dank hochpräziser Technik können wir auch kombinierte Refraktionsfehler so korrigieren, dass die Patienten danach brillenunabhängig sind« Prof. Dr. Holzer Praxis & OP City Center Weinheim Bahnhofstraße 18 | 69469 Weinheim Telefon: 06201 - 87 87 24 info@augenzentrum-holzer.de www.augenzentrum-holzer.de Praxis Am Na onaltheater Goethestraße 16a | 68161 Mannheim Telefon: 0621 - 222 44 info@augenzentrum-rabsilber.de Besuchen Sie uns auch auf Facebook: Augenzentrum Weinheim & Mannheim © 16 58

Doch der Gesundmacher aus der Flasche hat angeblich noch weit mehr drauf, als Körper und Geist gegen die Unbill des Lebens zu stählen: Rotwein kann überdies den Gang ins Fitnessstudio ersetzen. Das behauptet jedenfalls ein kanadisches Forscherteam der University of Alberta. Dort hat man sich vor einiger Zeit rein wissenschaftlich mit der Materie auseinandergesetzt und ist zu durchaus interessanten Ergebnissen gekommen. Ob die Experten aus Edmonton tapfer einige Selbstversuche unternahmen und wie tief sie dabei ins Glas schauten, ist nicht bekannt. Doch ihre Argumentation ist nicht gerade übel: Rotwein, so also die Kanadier, enthalte sogenannte Resveratrol-Verbindungen. Die optimieren generell die körperliche Verfassung des Menschen, verbessern seine Herzfunktion und stärken die Muskeln. Zwar finden sich Resveratrol-Verbindungen auch in Himbeeren, Pflaumen und Erdnüssen, in Trauben selbstverständlich ebenfalls. Doch speziell die R-Verbindung im Rotwein, ergab die Studie, bewirke, dass ein Gläschen Rotwein ebenso effektiv ist wie sportliche Betätigung. Die Maßeinheit lieferten die weinseligen Forscher gleich mit: ein Glas Roter gleich eine Stunde Strampeln und Schwitzen in der Muckibude. Das hört sich gut an, und eine neue Sportdisziplin ist geboren. Bislang kannte man nur das „Tanzen im Sitzen“. Es wird häufig in Seniorenresidenzen gepflegt. Nun könntedas „Trainieren beim Schlucken“ hinzukommen. Als Prost drauf! TS Was hilft mehr – ein Tee oder ein Glas Wein? Mittags und abends könnte man sich zusätzlich zur richtigen Raumluft auch ein Glas Rotwein gönnen. Denn dessen Inhaltsstoff Resveratrol blockiert laut einer Studie der Universität Rom beim Kontakt mit infizierten Zellen ein Enzym, das für die Weiterentwicklung und die Verbreitung des Grippevirus im Körper verantwortlich ist. Mit anderen Worten: Rotwein verhindert, dass die Viren im Körper auf Reisen gehen. Und man muss ja nicht so viel davon trinken, dass man selbst nicht mehr auf Reisen gehen kann. In-vitro-Studien haben Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit gegen Krebszellen erbracht. Versuche am lebenden Organismus stehen jedoch noch aus. Andere Studien haben positive Effekte der Substanz bei Krankheiten wie Arteriosklerose, Herzkrankheiten, Alzheimer-Krankheit, Arthritis und manchen Autoimmunkrankheiten zeigen können. f 59